Das Fest der Altarweihe

Der Altar ist das Christussymbol schlechthin

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Bei der Weihe des
Altares weisen
die fünf Weihekreuze
auf Christus hin

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Die fünf brennenden Kreuze symbolisieren die fünf Wundmale des Gekreuzigten

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Vergegenwärtigung ist mehr als bloß Erinnerung; Raum und Zeit wird bei der Feier der Eucharistie überwunden

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„Der Altar ist gleichsam der Ort des aufgerissenen Himmels; er schliesst den Kirchenraum nicht ab, sondern auf – in die ewige Liturgie hinein."

Liebe Schwestern und Brüder in Christus!

Bischofsvikar Stefan Turnovszky

Das Fest der Altarweihe in Großmugl rückt immer näher. Es wird auch einen eigenen Informationsabend zu diesem besonderen Ereignis geben (am 23. Jänner im Pfarrheim Großmugl).
Die Feier der Altarweihe zeigt uns auf, dass der Altar der zentrale Ort unserer Kirche ist.

Der Altar ist das Christussymbol schlechthin. In vielen biblischen Bildern wird Christus als der lebenspendender Fels (1 Kor 10,4), als Eckstein (1 Petr 2,7f), sowie als Schlussstein (Eph 2,20) oder gar als lebendiger Stein (1 Petr 2,4) beschrieben.

Bei der Weihe des Altares weisen die fünf Weihekreuze auf diese Bedeutung hin. Denn bei der Altarweihe werden die Weihekreuze mit Chrisamöl und Weihrauch angefüllt und angezündet. Die fünf brennenden Kreuze symbolisieren die fünf Wundmale des Gekreuzigten. So wird an die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Jesu Christi auf dem Altar erinnert.

Vergegenwärtigung ist mehr als bloß Erinnerung; Raum und Zeit wird bei der Feier der Eucharistie überwunden. Beim Gottesdienst nehmen wir am letzten Abendmahl Jesu teil (Vergangenheit), wir feiern das Mahl der Heiligen (Gegenwart), in dem wir das himmlische Gastmahl (Zukunft) vorauskosten. Der Altar wird so Zeuge und Träger der Gegenwart Jesu Christi im Sakrament.

Beim Gottesdienst feiern nicht nur jene, die gerade anwesend sind, sondern auch alle, die bereits bei Gott sind, feiern mit. Die frühen Christen hatten dieses Bewußtsein und feierten deshalb ihre Gottesdienste besonders gerne an Märtyrergräbern. In Erinnerung daran werden auch heute noch häufig eine oder auch mehrere Reliquien in Altäre eingemauert. Die Verbundenheit mit den Heiligen kommt dadurch zum Ausdruck.

Papst Benedikt XVI hat als Joseph Kardinal Ratzinger in seinem Buch über die Liturgie festgehalten: „Der Altar ist gleichsam der Ort des aufgerissenen Himmels; er schliesst den Kirchenraum nicht ab, sondern auf – in die ewige Liturgie hinein." So ist der Altar weiters auch  Schwelle zwischen Erde und Himmel.

Mit der Freude auf eine gemeinsame Feier der Altarweihe

Pfr. Wolfgang Brandner